Schon immer war ich begeistert von einer gut gepflegten, im täglichen Einsatz stehenden Lokomotive. Egal, ob Dampf-, Diesel-, oder E-Lok. Die unzähligen Stunden intensiver Pflege verliehen den Maschinen eine unverwechselbare Optik, die im krassen Gegensatz zu einigen vom harten Betriebseinsatz gezeichneten Exemplaren standen, die keinerlei Pflege erfahren durften. Nicht selten hatte das jedoch betriebliche Gründe, sodass dies nicht auf mangelndem Interesse der Personale basierte. Diese Vielfalt im Modell darzustellen ist eine Herausforderung, der ich mich bei einigen nun folgenden Modellen gestellt habe. Nicht immer war ich dabei mit dem Ergebnis zufrieden und oft ist es schwierig, den realen Eindruck mit einem Bild zu vermitteln. Dennoch zeigen die zunehmenden Aufträge meiner Kunden, dass ich auf einem guten Weg bin.
Die 130-er Familie von Piko – ein dankbares Opfer
Inspiriert durch den täglichen (Sicht-)kontakt mit den Lokomotiven der BR132 auf dem hiesigen Bahnhof war es zwingend notwendig, nach dem Erscheinen des hervorragenden Modelles von Piko zumindest ein Exemplar in den eigenen Fuhrpark zu integrieren. Mittlerweile sind es natürlich mehrere Loks mit unterschiedlicher Nummer und Ausrüstung sowie auch Maschinen der BR130 und 131. Daher lag es nah, auf der Grundlage entsprechender Fotos einzelne Loks mit einer möglichst authentischen Patina zu versehen. Die Wahl fiel u. a. auch auf die mit Schneepflug ausgerüstete 132 142-1 vom Bw Erfurt bzw. Nordhausen. Sie erhielt eine kräftige Betriebsverschmutzung im Bereich der Drehgestelle und des Dachbereiches. Hierfür kamen neben Revell-Farben auch Pigmente unterschiedlicher Anbieter zum Einsatz. Sie wurden mit Farblos Seidenmatt fixiert. Ziel dieser Behandlung war es, die Farben grifffest zu machen und dem Modell am Ende ein möglichst vorbildgetreues Erscheinungsbild zu verleihen.
Sehr gut sichtbar sind auf diesem Bild die Verschmutzungen des Daches und der Drehgestelle. Besonders der Schalldämpfer mit seinen streifig abgeblätterten Rußpartien geben dem Modell eine vorbildnahe Wirkung. An den Drehgestellen sieht man dagegen recht deutlich im Bereich der Bremsen den Einsatz unterschiedlicher Pigmentfarben zur Darstellung des Bremsstaubes. An den Bremszylindern hingegen dominieren dunkele Ölfarben zur Darstellung der gefetteten Mechanik.
Auch auf diesem Bild ist der Eindruck einer im Einsatz stehenden Lok sehr gut zu sehen.
Der Ausschnitt zeigt sehr gut die Patina im Bereich der Frontfenster wie auch auf den Seitenwänden. Alles wurde mit mattem Schwarzbraun, gemischt aus Revell-Farben gebrusht und danach wieder abgewaschen. Somit bleibt der „Schmutz“ nur in den Vertiefungen haften.
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